VERMIETUNG

Vermietung:
Die Maklerprovision steuerlich absetzen

Autor

Iris Stephan
Inhaberin von Stephan Immobilien

Inhaberin von Stephan Immobilien

Maklerkosten als Vermieter steuerlich absetzen

Kann ich als Vermieter die Maklerkosten von der Steuer absetzen?

Ja, Sie können die Maklerkosten komplett von der Steuer absetzen. Es lohnt sich also nicht selbst zu vermieten. Denn dann freut sich nur das Finanzamt über höhere Steuerzahlungen.

Werbungskosten oder Anschaffungskosten?

Wenn Sie einen Makler mit der Neuvermietung Ihrer Immobilie beauftragen, nachdem der aktuelle Mieter gekündigt hat, können Sie die Maklerkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

Nur in einem ganz bestimmten Sonderfall zählen die Maklerkosten zu den Anschaffungskosten. Und zwar dann, wenn Sie eine neue Immobilie als Kapitalanlage kaufen und einen Makler mit der Erstvermietung beauftragen.

Die Maklerkosten als Werbungskosten absetzen

Situation: Sie besitzen die Immobilie schon etwas länger. Jetzt hat Ihr aktueller Mieter gekündigt und Sie beauftragen einen Makler mit der Neuvermietung.

Grundsätzlich können Sie als Vermieter bei der Versteuerung der Mieteinnahmen alle Ausgaben geltend machen, die durch die Vermietung notwendigerweise anfallen. Voraussetzung ist nur, dass tatsächlich Mieteinnahmen erzielt werden (sollen).

Als Werbungskosten gelten alle Kosten, die  zum Erwerb, zur Sicherung und zur Erhaltung der Mieteinnahmen aufgewendet werden müssen.

Die Maklercourtage, die bei einem erfolgreichen Mietvertragsabschluss anfällt, dient der Erzielung von Mieteinnahmen. Sie ist zählt daher unproblematisch zu den sofort abziehbaren Werbungskosten.

Das heißt, die Maklerkosten können in der Regel in dem Jahr in dem sie gezahlt wurden in voller Höhe als Werbungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen werden.

Ihre Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung können Sie für das Zahlungsjahr in der Anlage V (“V” steht für “Vermietung”) in Ihrer Steuererklärung berücksichtigen.

Die Maklerkosten können bei jeder Neuvermietung erneut geltend gemacht werden.

Wann die Maklergebühr zu den Anschaffungskosten zählt

Situation: Sie kaufen eine Neubau-Eigentumswohnung als Kapitalanlage und beauftragen einen Makler mit der Vermietung.

Ein weiteres häufiges Beispiel ist die Erstvermietung einer Einliegerwohnung nach dem Kauf eines Hauses.

In diesen Fällen kann die Maklerprovision nicht als Werbungskosten abgesetzt werden, sondern zählt ganz- oder teilweise zu den Anschaffungskosten.

Das bedeutet, dass die Maklerkosten für die Erstvermietung in die Kaufnebenkosten mit einfließt und nicht sofort, sondern im Laufe der Zeit steuerlich abgesetzt werden kann.

Ihr Steuerberater kann Ihnen dazu genauere Auskunft geben.

Häufige Fragen zur Maklerprovision in der Vermietung

Ja, Sie können die Maklerkosten in voller Höhe von der Steuer absetzen. Je nach Fall als sofort abziehbare Werbungskosten oder als Anschaffungskosten.

Wenn Sie einen Makler mit der Neuvermietung beauftragen, nachdem Ihr aktueller Mieter gekündigt hat, sind es Werbungskosten.

Nur wenn Sie eine neue Immobilie als Kapitalanlage kaufen und einen Makler mit der Erstvermietung beauftragen, sind es Anschaffungskosten.

Es gilt das Jahr in dem Sie die Rechnung des Maklers bezahlt haben.

Wenn Sie Ihre Immobilie nach der Kündigung eines Mieters durch einen Makler neu vermieten lassen, sind die Maklerkosten Werbungskosten.

Die Werbungskosten aus der Vermietung können Sie für das Zahlungsjahr in der Anlage V (“V” steht für “Vermietung”) in Ihrer Steuererklärung eintragen.

Wofür verlangen Makler eigentlich eine Provision bei der Vermietung?

Ein guter Makler hat nicht nur ein umfangreiches Know-How, er nimmt Ihnen als Vermieter auch eine Menge Arbeit ab.

Er kümmert sich um die komplette Erstellung der Immobilien-Anzeigen. Das heißt er macht Fotos von der Immobilie, bearbeitet diese nach, schreibt tolle Texte und veröffentlicht die Immobilie in verschiedenen Portalen und Zeitungen. Sämtliche Anzeigenkosten sind bereits in der Provision enthalten.

Auch um Dinge wie einen Energieausweis oder die Einzugsbestätigung kümmert er sich selbstverständlich.

Für Interessenten stellt er Erreichbarkeit sicher und erteilt unermüdlich und stets freundlich immer wieder die gleichen Auskünfte zur Immobilie am Telefon und per E-Mail. In Ballungsgebieten bekommen wir Makler für eine Wohnung oft hunderte Anfragen.

Jeden Mietinteressenten, der für die Immobilie in Frage kommt, lädt der Makler zu Einzelbesichtigungen ein. Oft in den Abendstunden oder am Wochenende.

Auch um die Bonitätsprüfung kümmert sich der Makler. Schließlich soll die Miete immer pünktlich auf Ihrem Konto sein.

Ist der perfekte Mieter gefunden, wird ein rechtssicherer Mietvertrag mit Ihren Sonderwünschen als Vermieter verfasst.

Selbstverständlich ist beim Mietvertragstermin der Makler anwesend und beantwortet sämtliche Fragen. Auch an die Aufstellung der Betriebskosten, die Hausordnung und die Einzugsbestätigung hat Ihr Makler gedacht.

Bei der Abnahme, sowie der Übergabe nimmt Ihr Makler den Zeugenstatus ein, damit für Sie nichts mehr „hinterherkommt“. Natürlich hält ein guter Makler alles in einem Abnahme- und Übergabeprotokoll fest.

Sie sehen also, ein guter Makler ist sein Geld durchaus wert. Und man kann die Maklerkosten ja komplett absetzen.

Über die Autorin

Iris Stephan

Inhaberin
Immobilienmaklerin
Gutachterin

Iris Stephan ist seit 20 Jahren sehr erfolgreich in der Region Stuttgart als zertifizierte Immobilienmaklerin und Gutachterin tätig.

Neben dem Verkauf und der Vermietung von Wohnimmobilien schreibt sie mit großem Engagement Beiträge für ihren Blog und als Immobilien-Expertin für namhafte Zeitungen.

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