0711 / 99 72 888

Project Description

Nachbarstreit

Kurios: Die 8 sonderbarsten Klagen im deutschen Mietrecht

Logo
Nachbarstreit

Kurios: Die 8 sonderbarsten Klagen im deutschen Mietrecht

Mülleimer draußen

Nummer 1:

Der Müll-Marathon

Keiner bringt gerne den Müll raus. Doch eine Berliner Mieterin muss bis zur Mülltonne jedes Mal bis ans Ende eines Nachbargrundstücks laufen. Das sind stolze 165 Meter.

Warum? Das Nachbargrundstück grenzt direkt an das Wohnhaus an, sodass die Mülltonnen auf dem Nachbargrundstück aufgestellt wurden.

Der Nachbar war allerdings wenig entgegenkommend. Er verlangte kurzerhand eine „Aufstellgebühr“ von 10.000 Euro für die Mülltonnen auf seinem Grund. Daraufhin platzierte der Vermieter die Tonnen 165 Meter entfernt.

Die Mieterin klagte beim Amtsgericht und erhielt eine Mietminderung von 2,5 Prozent.

Raucherin

Nummer 2:

Die Raucherzeit

Mieter aus Brandenburg beschwerten sich, dass sie aufgrund des starken Zigarettenkonsums ihrer Nachbarn auf dem Balkon, nicht mehr lüften könnten.

Geklagt wurde durch verschiedene Instanzen bis zum Bundesgerichtshof.

Die Richter dort stellten eine „wesentliche Beeinträchtigung“ fest und entschieden, dass die rauchenden Nachbarn ihren Konsum auf festgelegte Tageszeiten beschränken müssten.

Von da an durfte nur noch von 7 bis 8 Uhr morgens, von 10 bis 11 Uhr am Vormittag, von 13 bis 15 Uhr am Nachmittag und von 20 bis 23 Uhr abends geraucht werden.

Nummer 3:

Eine ganz spezielle Geräuschkulisse

Mehrere Mieter eines Mehrfamilienhauses in Wuppertal schlossen sich zusammen und klagten gegen einen Nachbarn wegen Lärmbelästigung.

Man fühle sich „durch die lauten Toilettengeräusche“ gestört.

Der Nachbar bevorzugte es im Stehen zu urinieren und sah es auch als sein Recht an, eine spezielle „Urinier-Technik“ dabei zu praktizieren.

Die Richter wiesen die Klage ab und empfahlen den Klägern mehr Gelassenheit.

Frau im Bett

Nummer 4:

Die genervte Ehefrau

Nur ein paar Monate nach Einzug bekam ein Mieter aus Sinzig die Eigenbedarfskündigung von seinem Vermieter, der im selben Haus wohnte.

Grund für die Kündigung war die Ehefrau des Vermieters, die aufgrund des lauten Schnarchens ihres Mannes nicht mehr schlafen konnte. Der Ehemann sollte sich von nun an in der Einliegerwohnung schlafen legen.

Der Mieter klagte gegen die Kündigung vor dem Amtsgericht, verlor aber.

Das Gericht hielt getrennte Schlafzimmer für sinnvoll, da der Vermieter nachweisen konnte, dass er alles unternommen hatte, um sein Schnarchen in den Griff zu bekommen.

Mann im Auto

Nummer 5:

Der „Zuhälterwagen“

Die Deutschen lieben ihre Autos, das ist bekannt. Ein Vermieter aus Hamburg ist stolzer Besitzer eines Chevrolet Corvette Stingray.

Als ein Mieter sein geliebtes Auto als „Zuhälterwagen“ bezeichnete, sah der Vermieter Rot und sprach die fristlose Kündigung aus.

Allerdings ging der Mieter gerichtlich gegen die Kündigung vor. Das Urteil sah den Begriff „Zuhälterwagen“ nicht als Beleidigung und erklärte die Kündigung für unwirksam.

Ameise Haus

Nummer 6:

Das große Krabbeln?

Ganze 27 Ameisen protokollierte ein gewissenhafter Kölner Mieter in seiner Wohnung innerhalb eines halben Jahres. Aufgrund dieses „Ungeziefers“ erhob er Anspruch auf Mietminderung.

Der Vermieter klagte jedoch vor dem Amtsgericht und bekam recht: 27 Ameisen stellen keine Ameiseninvasion dar.

Gestank

Nummer 7:

Die Ekel-Pizza

Ein Kölner Mieter klagte auf Mietminderung aufgrund des Geruches aus der benachbarten Pizzeria.

Die Richter wollten es genau wissen und schickten einen Gutachter, dem wohl auch schlecht wurde, denn er setzte eine Mietminderung von 15% an.

Ob es die Pizzeria noch gibt, ist uns leider nicht bekannt.

Nummer 8:

Der Persil-Streit

Bei diesem Fall haben die Richter bestimmt nicht schlecht gestaunt:

In Bayern verklagte ein Rentner-Ehepaar eine Nachbarin. Ihr wurde vorgeworfen durch das Wäschetrocknen im Garten das Gemüse der Rentner zu kontaminieren.

Der starke Geruch des Waschmittels würde auf das Gemüse übergehen und dieses ungenießbar machen. Außerdem leide die Ehefrau unter starken Kopfschmerzen.

Das Amtsgericht wies die Klage ab, die Rentner gehen jetzt in Berufung.

Bringen Sie auch Andere zum Lachen!

Keinen Artikel mehr verpassen?

Monatlicher Newsletter
  • War der Artikel hilfreich oder interessant?
  • JaNein
Wohnungssuche Zukunft

Machen Sie eine Zeitreise in die Zukunft

Sehr unterhaltsam!

Jetzt lesen
Weitere Artikel lesen

Kommentare

Wenn Sie einen Kommentar veröffentlichen erklären Sie sich mit unseren Datenschutzrichtlinien einverstanden.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar

Cookie Hinweis

 

Damit unsere Webseite einwandfrei funktioniert verwenden wir Cookies. Mit Benutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Informationen zu diesen Cookies und der Verarbeitung personenbezogener Daten sowie Einstellungs- und Verwaltungsmöglichkeiten erhalten Sie im Datenschutz-Center.

 

 

 

Cookie-Einstellungen

Transparenz ist ein Grundprinzip bei uns. Das gilt natürlich auch für den Datenschutz. Deshalb können Sie hier die Verwendung einiger Cookies steuern.Wenn Sie Ihre Einstellungen vorgenommen haben, klicken Sie bitte auf das "Schließen" Symbol oben rechts. Alternativ können Sie "Alle Cookies akzeptieren" oder "Alle Cookies ablehnen".

Diese Cookies werden für das Funktionieren unserer Webseite unbedingt benötigt und können daher nicht abgeschaltet werden.

Damit diese Webseite funktioniert, werden folgende Cookies benötigt:
  • wordpress_test_cookie
  • wordpress_logged_in_
  • wordpress_sec

Aus Gründen der Performance verwenden wir Cloudflare als CDN-Netzwerk. Dadurch wird ein Cookie "__cfduid" gespeichert, um die Sicherheitseinstellungen pro Client anzuwenden. Dieser Cookie ist für die Cloudflare-Sicherheitsfunktionen unbedingt erforderlich und kann nicht deaktiviert werden.
  • __cfduid

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren

Teilen Sie diese Seite