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Maklerprovision in der Vermietung: Wann ist die Courtage steuerlich absetzbar?

Jedes Maklerunternehmen verlangt für seine Arbeit eine Maklerprovision. Nach Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 muss der Auftraggeber den Makler bezahlen. Im Normalfall ist dies der Vermieter.

1. Warum verlangen Maklerunternehmen eine Provision bei der Vermietung?

Ein guter Makler hat nicht nur ein umfangreiches Know-How, er nimmt seinen Auftraggebern auch eine Menge Arbeit ab. Er kümmert sich um die komplette Erstellung des online-Exposés, das heißt er macht Fotos von der Immobilie, bearbeitet diese nach, schreibt Exposétexte und veröffentlicht die Immobilie in verschiedenen Portalen. Anschließend stellt er Erreichbarkeit sicher und erteilt unermüdlich und stets freundlich immer wieder die gleichen Auskünfte zur Wohnung am Telefon und per E-Mail. Jeden Mietinteressenten, für den die Wohnung in Frage kommt,  lädt der Makler zu Einzelterminen in die Wohnung ein. Oft in den Abendstunden oder am Wochenende. Auch um die Bonitätsprüfung kümmert sich der Makler. Ist der perfekte Mieter gefunden, wird ein rechtssicherer Mietvertrag mit den Wünschen der Vermieter verfasst, ebenso ein Abnahme- und Übergabeprotokoll. Selbstverständlich ist beim Mietvertragstermin der Makler anwesend und beantwortet sämtliche Fragen. Auch an die Aufstellung der Betriebskosten, die Hausordnung und die Einzugsbestätigung hat Ihr Makler gedacht. Bei der Abnahme, sowie der Übergabe nimmt Ihr Makler den Zeugenstatus ein, damit für Sie nichts mehr „hinterherkommt“. Sie sehen also, ein guter Makler ist die Courtage durchaus wert. Außerdem kann man sie steuerlich geltend machen. Mehr darüber erfahren Sie in diesem Artikel.

Guter Immobilienmakler

2. Wann können Sie als Vermieter die Maklerkosten steuerlich absetzen?

Grundsätzlich können Vermieter bei der Versteuerung der Mieteinnahmen alle Ausgaben geltend machen, die durch die Vermietung notwendigerweise anfallen. Voraussetzung ist, dass tatsächlich Mieteinnahmen erzielt werden (sollen).

3. Maklerprovision als Werbungskosten?

Als Werbungskosten gelten alle Kosten, die  zum Erwerb, zur Sicherung und zur Erhaltung der Mieteinnahmen aufgewendet werden müssen. Die Maklercourtage, die bei einem erfolgreichen Mietvertragsabschluss anfällt, dient der Erzielung von Mieteinnahmen. Sie ist zählt daher unproblematisch zu den sofort abziehbaren Werbungskosten. Das heißt, die Maklerkosten können in der Regel in dem Jahr in dem sie gezahlt wurden vollständig als Werbungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen werden. Ihre Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung können Sie für das Zahlungsjahr in der Anlage V (“V” steht für “Vermietung”) in Ihrer Steuererklärung berücksichtigen. Diese Kosten können bei jeder Neuvermietung erneut geltend gemacht werden.

4. Maklerprovision als Anschaffungskosten

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass die Maklerkosten nicht zu den Werbungskosten zählen, sondern den Anschaffungskosten ganz- oder teilweise zuzurechnen sind. Dies kann dann eintreten, wenn man zum Beispiel eine Eigentumswohnung kauft, die vermietet werden soll. Oder aber man erwirbt ein Haus das man selbst bewohnen möchte, aber ein Teil des Hauses vermietet werden soll. Das ist der Fall, wenn man im neu gekauften Haus beispielsweise eine Einliegerwohnung vermietet. In diesen Sonderfällen wird die Maklercourtage zu den Anschaffungsnebenkosten gezählt. Diese werden dann zusammen mit den Anschaffungskosten (Kaufpreis) abgeschrieben. Das bedeutet, dass der als Anschaffungsnebenkosten anerkannte Teil– in die Bemessungsgrundlage für den jährlichen steuerlich absetzbaren Teil der Anschaffungskosten mit einfließt und so im Laufe der Zeit steuerlich abgesetzt wird.

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