Project Description

Inhalt

1. Wohnungsgeberbestätigung

Mieter müssen beim Anmelden des Wohnsitzes eine Einzugsbestätigung ihres Vermieters, die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung beim Einwohnermeldeamt vorlegen.

2. Was ist das Bundesmeldegesetz?

Am 1. November 2015 trat das sogenannte Bundesmeldegesetz in Kraft.  Es gilt für alle Bundesländer gleichermaßen. Dieses Gesetz sieht für Sie als Vermieter eine sogenannte Mitwirkungspflicht vor. Dies bedeutet, dass der Einzug eines Mieters binnen 2 Wochen schriftlich oder elektronisch dem Einwohnermeldeamt mitgeteilt werden muss. Dies können  Sie selbst tun oder die Mieter. Sie als Vermieter sind verpflichtet Ihren Mietern eine Einzugsbestätigung auszustellen. Überzeugen Sie sich aber beim Meldeamt, ob die Anmeldung tatsächlich binnen 14 Tagen erfolgt ist. Sonst riskieren Sie ein Bußgeld.

3. Was muss in der Bestätigung aufgeführt werden?

Am besten verwenden Sie hierfür eine Vermieterbescheinigung. Das ist eine schriftliche Bestätigung vom Vermieter darüber, dass der Mieter in eine Wohnung eingezogen ist.

Darin muss aufgeführt sein:

  • Name und Anschrift des Wohnungsgebers

  • Art des meldepflichtigen Vorgangs mit Einzugsdatum

  • Anschrift der Wohnung

  • Namen der meldepflichtigen Personen, also der Mieter

4. Welche Ausnahmen gibt es für die Meldepflicht

Wer im Inland gemeldet ist und nicht länger als 6 Monate dauerhaft eine Wohnung bezieht, muss nicht gemeldet werden. Sollte der Mieter nach 6 Monaten nicht ausgezogen sein, beginnt ab dem Stichtag die 14-tägige Meldefrist zu laufen.

Wer im Ausland gemeldet ist, muss sich bereits nach 3 Monaten anmelden.

5. Was passiert, wenn Sie Ihren Mietern keine Bestätigung ausstellen?

Das Nichtausstellen der Bescheinigung  innerhalb der Frist gilt als Ordnungswidrigkeit. Diese wird mit einem Bußgeld bis zu 1000 Euro geahndet. Sollten Sie einen Mieter anmelden, der dann aber doch nicht einzieht drohen Ihnen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Dies soll den steigenden Zahlen der Scheinanmeldungen vorbeugen. Warten Sie deshalb besser, bis der Einzug tatsächlich erfolgt ist.

6. Was passiert, wenn sich Ihre neuen Mieter nicht ordnungsgemäß anmelden?

Wir raten Ihnen, sich beim Meldeamt zu erkundigen, ob die Anmeldung erfolgt ist. Falls nicht, können auch Sie als Vermieter die Anmeldebescheinigung einreichen und so i.d.R. einem Bußgeld entgehen.

7. Wenn mehrere Personen einziehen: Braucht jeder eine eigene Bescheinigung?

Nein, es genügt eine Bescheinigung auf der alle einziehenden Personen eingetragen sind.

8. Die Wohnung ist schon länger vermietet. Müssen wir nachträglich eine Bescheinigung ausstellen?

Nein, das Gesetz gilt nicht rückwirkend.

9. Es ziehen nachträglich weitere Personen ein. Beispielsweise in einer WG oder ein/e Lebensgefährte/in zieht später dazu?

Ja, neu einziehende Personen brauchen ebenfalls eine Einzugsbestätigung vom Vermieter. Es gilt wieder die 14-tägige Frist.

  • War der Artikel hilfreich oder interessant?
  • JaNein

Teilen

Vermieten Sie an die optimalen Mieter

Rechtssicher. Bonitätsgeprüft. Stressfrei.

Ja, ich möchte sicher vermieten
Vermietung einer Wohnung

Vermieten Sie an die optimalen Mieter

Rechtssicher. Bonitätsgeprüft. Stressfrei

Ja, ich möchte sicher vermieten

Kommentare

Wenn Sie einen Kommentar veröffentlichen erklären Sie sich mit unseren Datenschutzrichtlinien einverstanden.